So hatte sich Jarno Wienefeld sein Bundesliga-Debüt vermutlich nicht vorgestellt: Nach der verletzungsbedingten Aufgabe von Timo Gerach musste der eigentliche Vierte Offizielle plötzlich übernehmen. Der Schiedsrichterwechsel sorgte für eine rund neunminütige Unterbrechung.
Beim Bundesliga-Spiel zwischen Union Berlin und Schalke 04 (1:3) kam es in der zweiten Hälfte zu einem ungewöhnlichen Wechsel im Schiedsrichterteam. Timo Gerach musste in der 60. Minute beim Stand von 2:0 für die Schalker mit Problemen an der rechten Wade vom Feld.
Gerach muss verletzt aufgeben
Gerach fasste sich nach rund einer Stunde an die Wade, verließ den Innenraum und setzte sich zunächst in den Katakomben auf eine Treppe. Schnell wurde deutlich: Für den 39-Jährigen ging es nicht weiter.
Damit schlug völlig unerwartet die Stunde von Jarno Wienefeld. Der eigentliche Vierte Offizielle machte sich für seinen Einsatz bereit und übernahm nach der längeren Unterbrechung die Spielleitung – Bundesliga-Debüt ohne Vorwarnung.
Und Wienefeld löste die ungewohnte Aufgabe ordentlich. Trotz des spontanen Rollenwechsels fand er schnell ins Spiel und brachte die Partie souverän über die Bühne.
Für den Hamburger vom VfL Lohbrügge war es ein Bundesliga-Debüt auf die wohl ungewöhnlichste Art. Wienefeld ist seit 2023 DFB-Schiedsrichter und hat bereits Erfahrung in der 2. Bundesliga gesammelt.
Ob aus dem ungeplanten Debüt schon bald ein regulär angesetzter Bundesliga-Einsatz wird, bleibt abzuwarten. Seine erste Bewährungsprobe im Oberhaus hat Wienefeld jedenfalls bestanden.
