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Daniel Bartnitzki

Vom Referee zum Assistenten: Daniel Bartnitzki hat seine neue Rolle gefunden

Daniel Bartnitzki hat eine neue Perspektive auf den Profifußball gefunden. Der Erfurter ist seit dieser Saison nicht mehr als Schiedsrichter in der 3. Liga, sondern ausschließlich als Assistent im Einsatz. Im Gespräch spricht der 30-Jährige offen über die Entscheidung, seine neue Rolle, besondere Einsätze im DFB-Pokal und der 2. Bundesliga sowie seine Leidenschaft für den Amateurfußball.

Erfurt. Daniel Bartnitzki hat sich mit seiner neuen Rolle im deutschen Profifußball arrangiert – und mehr noch: Er fühlt sich darin ausgesprochen wohl. Im Gespräch mit der Thüringer Allgemeinen spricht der Erfurter Schiedsrichter über seinen Wechsel vom Referee zum ausschließlich als Assistent eingesetzten Unparteiischen, besondere Einsätze und seine weiterhin große Leidenschaft für den Amateurfußball.

Drei Jahre war Bartnitzki als Schiedsrichter in der 3. Liga und zugleich als Assistent in der 2. Bundesliga aktiv. Weil seine Leistungen als Referee nicht konstant genug waren, um den Sprung in die zweithöchste Spielklasse zu schaffen, fiel die Entscheidung, sich künftig vollständig auf die Tätigkeit als Assistent zu konzentrieren.

Eine Entscheidung, mit der der 30-Jährige gut leben kann. „Man ist weniger im Fokus, hat weniger Druck, ich fühle mich wohl damit“, sagt Bartnitzki im Gespräch mit der Thüringer Allgemeinen.

Nach zwei Einsätzen in der 3. Liga stand für den Erfurter am vergangenen Samstag der Saisonauftakt in der 2. Bundesliga an. Im Team von Schiedsrichter Felix Weller war Bartnitzki beim torreichen Duell zwischen Aufsteiger Energie Cottbus und Greuther Fürth (3:4) als Assistent im Einsatz. Trotz des turbulenten Spielverlaufs zog das Schiedsrichterteam eine positive Bilanz. Es gab weder einen Video-Einsatz noch größere Diskussionen. Der Kicker bewertete die Leistung des Teams mit der Note 2,0.

Vom vierten Offiziellen zum Assistenten

Eine besondere Situation erlebte Bartnitzki bereits eine Woche zuvor im DFB-Pokal. Beim Spiel zwischen Greuther Fürth und dem VfL Bochum (1:2) war er ursprünglich als vierter Offizieller vorgesehen.

Eine Aufgabe, die bei Schiedsrichtern nicht unbedingt zu den beliebtesten zählt. Bartnitzki sieht das allerdings anders: „Ich mag die Rolle, weil es eine andere Perspektive ist und man sich viel mit den Trainern austauscht.“

Doch kurz vor dem Anpfiff musste er seine ursprüngliche Position verlassen. Einer der angesetzten Assistenten verletzte sich, Bartnitzki sprang kurzfristig ein und rückte an die Seitenlinie.

Weiterhin mit Freude auf dem Amateurplatz

Neben seinen Einsätzen im Profifußball bleibt Bartnitzki dem Amateurbereich eng verbunden. Als Kreisschiedsrichterobmann des KFA Erfurt-Sömmerda engagiert er sich auch abseits des Spielfeldes für das Schiedsrichterwesen.

Und auch selbst wird er weiterhin Spiele leiten. Als Schiedsrichter darf Bartnitzki noch bis zur Oberliga eingesetzt werden. Schon am kommenden Wochenende steht voraussichtlich eine Partie in der Kreisoberliga auf dem Programm.

Für den Erfurter ist dieser Wechsel zwischen Profifußball und Amateurbereich kein Widerspruch. Im Gegenteil: Während auf der großen Bühne Konzentration und Professionalität gefragt sind, steht bei den Spielen im Amateurbereich für ihn vor allem eines im Vordergrund: die Freude am Fußball.

„So etwas gefällt mir, da steht der Spaß im Vordergrund“, sagt Bartnitzki.

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