Der Unterschied zwischen Kreisliga und Bundesliga

Der Unterschied zwischen Kreisliga und Bundesliga

5. August 2019 0 Von IG Schiedsrichter
Schiedsrichter Daniel Siebert zeigte Joshua Kimmich nach einem Tritt gegen Jadon Sancho nur die Gelbe Karte. Foto: imago images / MIS

Warum mit zweierlei Maß gepfiffen wird, jedoch die Regeln dies noch nicht hergeben. Ein Kommentar:

Daniel Siebert zeigte im Supercup-Finale Borussia Dortmund gegen Bayern München Bayern-Spieler Joshua Kimmich nach einem Tritt gegen seinen Gegenspieler die Gelbe Karte, ein Vergehen welches auf diesem Level als rücksichtslos einzustufen ist.

Warum man für derartige Vergehen im Amateurfussball besser Rot zeigt

Im Amateurfussball ist das eine klare Rot, im Profifußball macht es da die geringe Intensität zu einer ERMESSENSENTSCHEIDUNG, ob das Vergehen rücksichtslos oder brutal war. Wer das als brutal empfindet, der zeigt Rot, wer das nicht tut, zeigt Gelb.

Die Auslegung ist auch nicht unklar. Es gibt unbestreitbare Unterschiede zwischen Amateur- und Profifußball. Diese Grenzen müssen auch in der Regelauslegung deutlich werden. Wer mal in der Kreisliga gespielt hat, weiß dass es dort für Vergehen Freistöße gibt, die im Profifußball niemals vergeben worden wären. Es herrscht eine deutlich großzügigere Zweikampfbewertung, und das ist auch gut so, denn alles andere würde den Spielfluss stören.

Im Sinne dieser Argumentation wurde auch hier in der thematisierten Situation zur Ermessenssache. Schwarz-Weiß gibt es nicht, es gibt immer auch Graubereiche. Diese variieren zwischen den unterschiedlichen Ligen. Selbst innerhalb einer Stadt gibt es signifikante Unterschiede zwischen den Ligen, die auch in der Regelauslegung zwingend ihre Berücksichtigung finden müssen.

Wir haben nie behauptet, dass Rot in diesem Fall eine richtige und Gelb eine falsche Entscheidung wäre. Wir wissen jedoch um die Begründbarkeit beider und akzeptieren sie. Davon zu sprechen, dass Regeln ignoriert werden würden oder Bayernspieler vor roten Karten geschützt werden ist unsinnig. Es geht lediglich darum, dass man mit der Regelauslegung nicht einverstanden ist.

Share This: