Entscheidend ist die Armhaltung

Entscheidend ist die Armhaltung

4. November 2018 0 Von Redaktionsmitglied

Am Samstag und Sonntag haben die Video-Assistenten wieder für einige graue Haare bei den Entscheidungen der Video-Assistenten gesorgt. Hauptsächlich ging es dabei beim Thema Handspiel heiß her. Während am Samstag in München Felix Zwayer bei einem möglichen Handelfmeter nicht pfiff, entschied Dr. Felix Brych bei der Partie Gladbach gegen Düsseldorf nach einem Handspiel auf Elfmeter.

Pléa zog nach flacher Flanke von rechts am Elfmeterpunkt ab und blieb an der Hand von Ayhan hängen. Der Arm ist wohl angelegt, dennoch entschied Brych auf Strafstoß. Eine strittige Szene, doch der VAR greift nicht ein. Die deutsche Mehrheit sprache sich für kein strafbares Handspiel aus.

Der Ball prallt klar an den Unterarm der nicht angelegt ist sondern leicht absteht. Man kann sich streiten ob Elfmeter ja oder nein aber der Video-Assistent kann nicht eingreifen, da der Arm klar den Schuss verhindert-> daher kein klarer Fehler. Hätte er ihn nicht gegeben, wäre der Videoassistent evtl. ebenfalls nicht eingeschritten, weil es ebenfalls keine klare Fehlentscheidung gewesen wäre. Entscheidung  diskutabel ⚠️.

VfB Stuttgart 0:3 Eintracht Fracht Frankfurt (SR: Sven Jablonski, Bremen)

5. Minute – Abseitstor: ✅ Die frühe Führung für Frankfurt zählte nicht! Danny da Costa schlug einen langen Ball in die Spitze, Rebić legte per Kopf quer. Sein Kollege Jović zog aus 14 Metern ab, abgefälscht landete der Ball wieder bei Rebić. Aus Abseitsposition schob der Kroate ein. Zunächst wurde der Treffer gezählt, dann griff die Videoassistentin Bibiana Steinhaus zurecht ein, da eine Abseitsstellung vorlag.

FC Schalke 04 3:1 Hannover 96 (SR: Markus Schmidt, Stuttgart)

Elfmeter für Schalke 04! ✅  Uth lief über die linke Seite fix in den Fünfer und wurde hoch von Anton und Elez in die Zange genommen. Der eine Hannoveraner hielt oben fest, der andere grätscht von unten. Offensivfoul. Der Hannoveraner hat halt seinen Fuß draußen, spielte aber den Ball. Danach traf Uth den Fuß vom Hannoveraner. Er foult ihn auch nicht, Uth will dann logischerweise schießen, aber tritt dem Verteidiger in die Hacken, weil dieser ihn am Schuss hindern will. Aber er foult ihn nicht sondern will nur zum Ball. Weiterspielen und gut.

Bezüglich des zweiten Elfmeters: Da es eine leichte Berührung am Knie gab bzw. die Aufnahmen nicht 100% Aufschluss geben konnten hat der Video-Assistent wohl nicht eingegriffen. Für uns kein Elfmeter, für andere schon.

VfL Wolfsburg 0:1 Borussia Dortmund (SR: Daniel Siebert, Berlin)

Zagadou ließ sich auf der linken Abwehrseite zu einem vermeidbaren Foul an Arnold hinreißen. Tisserand verpasste den Kopfball aus bester Lage. Arnolds effetreiche Hereingabe senkte sich an der Fünferkante, wo der Franzose vor seinem Sprung leicht von Reus festgehalten wurde. Er kam – auch deshalb – nicht an die Flanke heran. Nach Rücksprache mit dem Video-Assistenten entschied sich Schiedsrichter Siebert gegen einen Strafstoß. Das Trikozupfen von Zagadou ist diskutabel, aber wohl nicht genug für einen glasklaren Elfmeter. ⚠️

FC Bayern München 1:1 SC Freiburg (SR: Felix Zwayer, Berlin)

On-Field-Review – Entscheidung blieb bestehen. ✅ David Alaba spielte den Ball in den Sechzehner. Robert Lewandowski misslang die Ballannahme. Dadurch geriet Manuel Gulde offenbar mit der Hand an den Ball. Das erforderte den Einsatz der Videoschiedsrichter. Und nachdem Felix Zwayer die Szene selbst in Augenschein genommen hatte, blieb es beim Eckstoß. Wenn Manuel Gulde ganz leicht mit der Hand am Ball war, so zog er diese doch sehr offensichtlich weg. Das ist nicht strafbar.

Dann ging Frank Ribery im Strafraum zu Boden. Hier wart weiterspieln korrekt. Er springt zu sehr in den Verteidiger ab. Zumindest nicht klar falsch und offensichtlich falsch.

Ergebnis nach dem 9. Spieltag:

3x ✅ korrekt
2x ⚠️ diskutabel
0x.   falsch
0x  ⁉️ fehlender Videobeweis

Ergebnis nach der gesamten Saison:

29x  korrekt
6x ⚠️ diskutabel
1x ❌ falsch
3x ⁉️ fehlender Videobeweis

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