Fröhlich: „Mehr Elfmeter bei Handspielen im Strafraum“

Fröhlich: „Mehr Elfmeter bei Handspielen im Strafraum“

6. August 2019 0 Von IG Schiedsrichter
DFB-Schiedsrichterchef Lutz-Michael Fröhlich (Screenshot kicker.tv)

Zur neuen Bundesliga-Saison wird es einige Veränderungen im Regelwerk geben. Lutz Michael Fröhlich, der Sportliche Leiter der Elite-Schiedsrichter, war zu Gast beim „kicker“ und hat die Redaktion in Sachen Handspiel, Videobeweis & Co. auf den neuesten Stand gebracht.

Er betont, wie viele Veränderungen es in den letzten Jahren gegeben hat und deutete an, dass für ihn langsam eine Grenze erreicht ist. Er betont auch wie wichtig der Schedsrichter heute als Teammanager gefragt ist und das einige damit Schwierigkeiten hätten. Auch hält er die neuen technischen Möglichkeiten außerhalb des Profifußballs für nicht umsetzbar. Beim Handspiel spricht er sich dagegen aus, in Zukunft bei jedem Handspiel im Strafraum Elfmeter zu geben.

Was ist neu in der Saison 2019/20?

Die Anpassung festgelegt vom International Football Assocations Board (IFAB). Die größen Veränderungen gibts beim Handspiel. In der vergangenen Saison wohl eines der meisten diskutierten Themen. Das soll sich in Zukunft ändern.

Fröhlich: Der große Vorteil ist, dass jetzt expizit im Regeltext festgehalten wurde, dass wenn ein Tor mit der Hand erzielt wurde -egal ob absichtlich oder nicht absichtlich- oder eine Torverhinderung durch ein Handspiel erfolgt ist unmittelbar davor das dann letztlich das Tor nicht zählt. Da kann man jetzt geteilter Meinung darüber sein ob das sinnvoll ist oder nicht, es steht aber jetzt so drin, de Schiedsrichter müssen sich jetzt nicht mehr Gedanken machen. Die zweite Vereinfachung ist, dass wenn ein Spieler reingrätscht und sich abstützt wenn der Ball gegen den abstützenden Arm geht, dass man dann letztlich nicht mehr auf strafbares Handspiel entscheiden muss.

Eine klare Regelung die Diskussionen letztlich nicht komplett verhindern wird. Die gab es ebenso zur Genüge beim Videobeweis.

Fröhlich: Die Grundlinie ist nach wie vor entweder wenn der Schiedsrichter den Vorgang nicht gesehen hat (Wahrnehmung) oder wenn es ein klarer offensichtlicher Fehler ist zu den bekannten fünf Vorgängen (Strafstoß, Rote Karte, Abseits, Tor oder Spielerverwechslung). Das ist die Grundausrichtung und wird auch dabei bleiben. Das ganze hängt natürlich auch ein bisschen mit der einheitlichen Regelauslegung durch die Schiedsrichter -da haben wir jetzt dran gearbeitet-. Wir müssen uns weiterhin im Bereich Video-Assistenten weiterhin verbessern, aber das ist ein normaler Prozess der nicht dramatisch ist.

Ob Handspiel, Videobeweis, Karten für Trainer oder Offizielle. Nach der Schulung von Lutz-Michael Fröhlich ist die kicker-Redaktion in Sachen Regelkunde für die Bundesliga-Saison 2019/20 jetzt auf dem neuesten Stand.

Ihr auch? 😉

In der Saison 2019/2020 müssen sich die Fußballer auf einige neue Regeln einstellen. Schiedsrichter-Lehrwart Patrick Krettek (Neuburg) erklärt diese im Video.

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