Hier hätte der Videoschiri eingreifen müssen!

Hier hätte der Videoschiri eingreifen müssen!

10. November 2019 7 Von IG Schiedsrichter

Der größte Aufreger gestern beim „Ostduell“ in der Hauptstadt, welches RB Leipzig mit 4:2 gegen Hertha BSC gewann. Im Fokus stand wieder einmal das Handspiel und der Video-Schiedsrichter. 

Zu Beginn des Spiels hatten die Berliner erstmal viel Glück, dass es keinen frühen Elfmeter für RB gab. Darida beim Versuch Timo Werner den Ball abzuluxen ging mit gestreckten Bein da rein und Werner getroffen hat. Der Leipziger blieb aber fair und forderte keinen Strafstoß. Immer eine Devise für den Schiedsrichter wenn keiner reklamiert, wird es schon nicht so schlimm gewesen sein.

Der Regeltext

Nach der Berliner Führung durch Maximilian Mittelstädt bekam Rekik bei einem Flankenversuch den Ball aus kürzester Entfernung an die Hand. Okay, hier ist die Reaktionszeit sehr gering, allerdings verbreitert Rekik mit dem abgespreizten Arm die Körperfläche. Der Video-Assistent schickte Sören Storks in die Review Area und er entschied vollkomend zurecht auf Handelfmeter.

Nach dem Seitenwechsel beherrschte Leipzig weiter die Partie, tat sich gegen äußerst defensiv eingestellte Berline aber schwer.

Stark im Gesicht getroffen

Nach einem Löwen-Freistoß brandeten Pfiffe im Olympiastadion auf: Laimer hatte Niklas Stark mit dem Arm im Gesicht getroffen, der Herthaner musste anschließend mit starken Nasenbluten ausgewechselt werden – einen Elfmeter gab es keinen und auch der Video-Assistent Benjamin Cortus meldete sich nicht!

Warum das bleibt ein Geheimnis: Konrad Laimer mit einem nahezu identischen Handspiel wie zuvor. Der Arm ist weit vom Körper abgespreizt, auf Schulterhöhe und der Ball geht an den ausgestreckten Arm. Zusätzlich traf der Leipziger den Nationalspieler noch mit dem Ellenbogen im Gesicht. Ganz übel! Hier hätte es zwingend Elfmeter wegen des absichtlichen Handspiels und die Gelbe Karte wegen eines rücksichtslosen Armeinsatzes geben müssen. Für eine Rote Karte fehlt hier die laut Regel maßgebliche Brutalität. Es war kein Schlag. Man unterscheidet da zwischen einem eingesetzten Arm als Werkzeug und einer Waffe und da war es ein Werkzeug womit Laimer ihn verletzte.

Selbst wenn es der Schiedsrichter aus seiner Wahrnehmung heraus als nicht so dramatisch eingeschätzt hat, muss der Video-Assistent hier zwingend eingreifen, denn das war ein klares Vergehen. Der Schiedsrichter entschied hier klar und offensichtlich falsch und da hätte Cortus den Onfieldreview (OFR) empfehlen müssen.

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