Schiedsrichter im Mittelpunkt: Auswertung strittiger Szenen

Schiedsrichter im Mittelpunkt: Auswertung strittiger Szenen

23. Dezember 2018 0 Von IG Schiedsrichter

Schiedsrichter haben es nicht leicht. sie müssen 22 Spieler im Auge behalten und haben keine Zeitlupe. Wir nehmen einige Szenen des20. Spieltags der 3. Liga noch einmal unter die Lupe. 🔍

Hansa Rostock 0:2 Energie Cottbus (SR:Sven Waschitzki, Essen)

Für den ersten Aufreger im Ostseestadion sorgte Schiedsrichter Sven Waschitzki, als er nach 22 Minuten auf den Punkt zeigte: Breier war im Strafraum zu Boden gegangen, nachdem ihn Weidlich und Stein in die Mangel genommen hatten. Soukou sollte die Rostocker Führung dann aber leichtfertig vergeben. Zunächst verzögerte der Stürmer beim Anlauf etwas provokativ und setzte den Ball anschließend deutlich über das Gehäuse.

IG-Schiedsrichter: Das kann nur Elfmeter geben. Breier wurde von zwei Mann in die Zange genommen. Weil Marc Stein als erstes foulte, bekam er Gelb, da hier eine gute Torgelegenheit durch Foulspiel unterbunden wurde. Fast schon aufreizend lässend aber vollkommen regelkonform trat Soukou an. Regelkonform deshalb, weil man nur bei der Schussbewegung nicht verzögern darf, im anlauf aber schon (im Video ab 40:45).

TSV 1860 München 2:1 1. FC Kaiserslautern (SR: Dr. Martin Thomsen, Kleve)

Auch in München sorgte Martin Thomsen für einen Aufrege als er den bereits verwarnten Sternberg in der Nachspielzeit der ersten Hälfte nach einem Duell mit dem Ex-Ingolstädter Lell mit der ampel des Feldes verwies.

IG-Schiedsrichter: Unseres Erachtens ist das eine zu harte Entscheidung. Zwar kann man hier argumentieren, dass der Münchner das typische „a Lot of Green“ vor sich hat aber er läuft ohne das Vergehen innerhalb der nächsten Sekunden auf einen weiteren Gegenspieler. Hinzu kommt noch, dass das Vergehen selbst sehr erzwungen ist durch den Münchner. Klar ist da etwas Kontakt am Arm aber ob das in dieser Spielklasse einen direkten Freistoß nach sich ziehen muss, sehen wir sehr kritisch. Haben aber auch das Gefühl dass der Schiedsrichter die Entscheidung von seinem Schiedsrichter-Assistenten leicht aufgezwungen bekommt. Also summa summarum wäre unsere Analyse: Weiterspielen. Der Zupfer erklärt nicht mal den Sturz, weiterspielen und kein Mensch sagt etwas. Der Pfiff ist taktisch unklug. Das Foul ist kein Foul und daher auch nicht taktisch. Das ist ein fussballtypischer Kontakt. Ich halte den Griff für üblich und fussballtypisch, davon fällt kein Mann um. Auch bei Tempo nicht. Streng genommen ist das vertretbar, aber wenn der Schiedsrichter das pfeift, gibt es in jedem Spiel 80 Freistöße und 15 gelbe Karten. Das hat mit einer ausbalancierten Spielleitung nichts mehr zu tun.

Würzburger Kickers 1:2 VfL Osnabrück (Florian Lechner, Hornsdorf)

Nachdem Heider den Ball an den Arm bekommen hatte, zeigts Schedsrichter Lechner auf den Punkt. Ademi trat zum Elfmeter an, doch Keeper Körber ahnte die Ecke und parierte.

IG-Schiedsrichter: Die Videobilder können es nicht zu 100% auflösen. Wenn man eine Perspektive hätte aus Sicht des Assistenten würde man hier genau sehen, dass Marc Heider den Ball bei der Ballannahme mit dem rechten Oberarm angenommen hat. Eine vollkommen richtige Entscheidung die hier im Team zusammen richtig erkannt wurde.

Die 3. Liga live und exclusiv bei Telekom Sport. Quelle: telekomsport.de.

of english: Referees do not have it easy. they have to keep an eye on 22 players and have no slow motion. We take some scenes of the20. Matchday 3 League again under the magnifying glass. 🔍

Hansa Rostock 0: 2 Energie Cottbus (SR: Sven Waschitzki, Essen)

Referee Sven Waschitzki made the first upset at the Baltic Sea Stadium when he pointed to the spot after 22 minutes: Breier had fallen to the ground in the penalty area after Weidlich and Stein had taken it to the bottom. Soukou should then forgive the Rostock leadership but reckless. At first, the striker delayed the start somewhat provocative and then put the ball clearly over the case.

IG referee: That can only give penalties. Breier was caught by two men. Because Marc Stein was the first on the ball, he got yellow, because a good scoring opportunity was prevented by a challenge here. Almost provocatively releasing but perfectly compliant, Soukou stepped on. Rule compliant, because you can not delay only during the firing movement, but at the start already (in the video from 40:45).

TSV 1860 Munich 2: 1 1. FC Kaiserslautern (SR: Dr. Martin Thomsen, Kleve)

Also in Munich Martin Thomsen caused an uproar when he referred the already warned Sternberg in injury time in the first half after a duel with the former Ingolstadt Lell with the traffic light of the field.

IG referee: In our opinion, that’s too hard a decision. Although one can argue here that the Munich has the typical „a lot of green“ in front of him but he runs without the pass within the next few seconds on another opponent. In addition, the offense itself is very forced by the Munich. Sure, there is some contact on the arm but if that has to be a direct free kick in this league, we look very critical. But also have the feeling that the referee gets the decision of his assistant referee easily forced. All in all, our analysis would be: continue playing. The plucker does not even explain the fall, keep playing and no one says anything. The whistle is tactically unwise. The foul is not a foul and therefore not tactical. This is a football-typical contact. I hold the handle for usual (unfortunately) and football typical, of which no man falls over. Even at tempo not. Strictly speaking, this is reasonable, but if the referee whistles, there are 80 free kicks and 15 yellow cards in each game. This has nothing to do with a balanced management.

Würzburger Kickers 1: 2 VfL Osnabrück (Florian Lechner, Hornsdorf)

After Heider got the ball on his arm, judder judge Lechner points to the spot. Ademi went for the penalty, but keeper Körber guessed the corner and parried.

IG referee: The video images can not resolve it to 100%. If you had a perspective from the assistant’s point of view, you would see exactly here that Marc Heider accepted the ball when he took the ball with his right upper arm. A completely correct decision that was recognized here in the team together correctly.

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