Torhüter bewegt sich von der Linie

Torhüter bewegt sich von der Linie

18. Juni 2019 0 Von IG Schiedsrichter

Eine Regeländerung wird bei der Frauen-WM ziemlich konsequent umgesetzt. Sobald sich ein Torhüter -und wenn es nur Zentimeter sind- zu früh von der Linie bewegt, wird der Strafstoß wiederholt. Früher durften die Spieler die Torlinie nicht nach vorn verlassen, heute müssen sie sich zumindest mit einem Fuß noch auf der Torlinie befinden. Insofern finde ich es einen guten Kompromiss.

So auch im Spiel Nigeria gegen Frankreich. Die Schiedsrichterin gab den korrekten und fälligen Elfmeter in der 82. Minute und Gelb/Rot für Nigerias Ngozi Ebere.

Renard lief an und schoß den Ball an den linken Pfosten. Dann überprüfte die Schiedsrichterin den Elfer und zeigte erneut auf den Punkt, weil die Torhüterin sich zu früh nach vorne bewegt hatte. Das mag eine kleinliche (neue) Regel sein, ist aber von den Regeln nach völlig korrekt ist.

Regel 14: Der Torwart muss mindestens einen Teil des Fußes auf oder über der Torlinie haben, wenn der Strafstoß ausgeführt wird. Er darf auch nicht hinter der Linie stehen. Bei einem Vergehen nach der Freigabe aber vor der Ausführung des Strafstoßes darf der Strafstoß erst nach der Aussprache der persönlichen Strafen ausgeführt werden.

Ich freue mich schon, wenn ich den ersten Elfmeter deshalb im Kreis wiederhole und dann auch noch Gelb zeigen (muss). Scheinbar ist das sogar eine Pflichtverwarnung. Vielleicht wäre es gut, wenn man als Schiedsrichter bei jedem Elfmeter zum Torwart geht und man ihm klar auf die Folgen hinweist. Dann sollte die Mehrheit der Torhüter auf der Linie bleiben.

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