VfB und Dingert überzeugen, nur einmal übersahen vier Mann etwas

VfB und Dingert überzeugen, nur einmal übersahen vier Mann etwas

12. Dezember 2020 0 Von IG Schiedsrichter

(red/ss/fs) Der VfB Stuttgart spielt überragend in Dortmund und fügt dem BVB eine weitere bittere Heimniederlage zu. RB Leipzig kann sich souverän gegen Werder mit 2:0 durchsetzen, während Gladbach gegen Hertha nicht über ein 1:1 hinauskommt. Köln und Freiburg können wichtige Siege gegen die Konkurrenten aus Mainz und Bielefeld erzielen.

 

Borussia Dortmund – VfB Stuttgart 1:5 

Mit der Spielleitung wurde FIFA-Schiedsrichter Christian Dingert aus Gries beauftragt. Ihm assistierten Benedikt Kempkes und Timo Gerach. Als Vierter Offizieller wurde Mark Borsch eingeteilt. In Köln beobachteten Deniz Aytekin und Christian Bandurski das Geschehen.

Der VfB war von Beginn an sehr mutig und konnte in den ersten Minuten ein paar Mal vor dem Dortmunder Tor agieren. In der 7. Minute wurde Wamangituka von Bellingham am Dortmunder Strafraum am Arm gehalten, sodass Dingert korrekt auf Freistoß entschied. Den gefährlichen Schuss von Sosa konnte Bürki parieren. Der VfB war das bessere Team in den ersten 10 Minuten. Eine gute Viertelstunde später legte Can Klimowicz, der alleine auf den Kasten von Roman Bürki im Strafraum des BVBs zulief. Dingert zeigte sofort auf den Punkt und verwarnte Can aufgrund einer Verhinderung einer klaren Torchance durch ein ballorientiertes Vergehen. Die eindeutig richtige Entscheidung! Wamangituka verwandelte den Strafstoß links unten zum 1:o für Stuttgart. Die Gäste blieben die stärkere Mannschaft mussten aber in der 39. Minute den Ausgleich hinnehmen. Guerreiro spielte aus dem Mittelfeld einen super Ball durch die Stuttgarter Abwehrreihe zu Reyna, der den Ball klasse annahm und unhaltbar für Kobel ins lange Eck schoss. Die Stuttgarter waren aber auch danach das bessere Team und hatten weitere gute Chancen, die sie allerdings nicht nutzen konnten. So blieb es beim 1:1 zur Pause im Signal-Iduna-Park.

In der 50. Minute sah Silas Wamangituka die gelbe Karte für ein rücksichtsloses Foulspiel gegen Witsel. Auch dieser Verwarnung ging vollkommend in Ordnung. Nicht mal drei Minuten später machte der Stuttgarter sein zweites Tor in der Partie, nachdem die Dortmunder den Ball am eigenen Strafraum vertändelten. Der VfB war die bessere Mannschaft über die gesamte Partie hinweg und nutzte in der zweiten Halbzeit seine Chancen besser. Nach einer Stunde konnten die Stuttgarter durch Förster nachlegen, der zentral an der Strafraumgrenze einen guten Ball von Sosa bekam und diesen durch die Dortmunder Innenverteidigung unbedingt mitnehmen konnte. Vom Elfmeterpunkt aus schloss Förster unhaltbar für Bürki zum 3:1 ab. Aber die Gäste hatten noch nicht genug. Wenige Minuten später machte Coulibaly den vierten Treffer für die Stuttgarter nach einem Dortmunder Ballverlust im Mittelfeld kam die Dortmunder Verteidigung wieder nicht in die Zweikämpfe. Bei seinem Torjubel zog der Stuttgarter das Trikot über den Kopf, hier wäre regeltechnisch eine Verwarnung angebracht und nötig gewesen.

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Die Partie plätscherte daraufhin vor sich hin. Die Dortmunder wurden wieder aktiver schafften es aber erstmal nicht zu zwingenden Chancen zu kommen. In der 87. Minute lag der Ball im Stuttgarter Tor, Reyna machte sein zweites Tor. Doch in der Vorarbeit stand Moukoko im Abseits, sodass sich VAR Aytekin bei Dingert meldete und das Tor aberkannte. In der Nachspielzeit liefen die Dortmunder in einem weiteren Konter, Gonzalez erzielte das fünfte Tor für den VfB. Nach drei Minuten extra blieb es beim verdienten 5:1 Auswärtssieg für den VfB Stuttgart.

Fazit: Eine gute Spielleitung von Christian Dingert in einem normal zu leitenden Spiel. Die Zweikampfbewertung passte größtenteils über das ganze Spiel hinweg, der Strafstoß in der 25. Minute war korrekt. Einziger Kritikpunkt: die fehlende gelbe Karte nachdem vierten Tor des VfBs.

 

RB Leipzig – SV Werder Bremen 2:0 (SR: Sören Storks)

Ludwig Augustinsson stieg mit Poulsen im Werder-Strafraum zum Kopfballduell hoch. Dabei traf der Bremer den Leipziger Angreifer mit dem linken Arm deutlich im Gesicht, bevor dieser den Ball mit dem Kopf klären konnte. Storks entschied auf Strafstoß und Gelb. Beides geht vollkommend in Ordnung, da hier der Arm als „Werkzeug“ eingesetzt wurde. Sabitzer nutzte den Elfmeter für die 1:0 Führung. 5 Minuten vor der Pause legte RB durch Olmo nach.

 

 

Borussia Mönchengladbach – Hertha BSC Berlin 1:1 (SR: Robert Hartmann)

In diesem Spiel gab es keine strittigen Szenen.

 

FSV Mainz 05 – 1. FC Köln 0:1 (SR: Felix Zwayer)

Ondrej Duda arbeitete im Zweikampf mit dem Ellenbogen und traf Kevin Stöger im Gesicht. Da der Kölner bereits verwarnt war, wurde er von Schiedsrichter Felix Zwayer zu Recht mit der gelb-roten Karte vom Feld geschickt.

 

SC Freiburg – Arminia Bielefeld 2:0 (SR: Harm Osmers)

Mike van der Hoorn verschätzte sich im Zweikampf komplett und säbelte nur Roland Sallai um. Völlig zu Recht gab Schiedsrichter Harm Osmers den Strafstoß für Freiburg.

 

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