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1:1 im Topspiel: Leipzig knöpft Bayern Punkte ab

Ein tolles Spitzenspiel zwischen RB Leipzig und Bayern München endet leistungsgerecht 1:1-Unentschieden

Nach ruhigen fünf Minuten, in denen sich beide Teams ein wenig herangetastet haben, folgte wenig später die ersten Großchance der Partie. Über rechts kommend spielten sich die Bayern über Musiala nach links rüber. Dort gelang Serge Gnabry an den, spielte sich um die Verteidiger herum und setzte den Ball im langen Eck ans Aluminium.

Eine halbe Stunde dauerte es um das erste mal über Daniel Siebert sprechen zu können. Aus einem Freistoß resultierend gelang der Ball zu Benjamin Pavard, der den Ball dann hoch in den Strafraum brachte. Am zweiten Pfosten köpfte Leon Goretzka zum vermeintlichen 0:1 ein. Doch Assistent Rafael Foltyn hob die Fahne. Zurecht! Bevor der Ball bei Pavard landete stand Mathijs de Ligt hauchzart im Abseits. Zwar spielte er den Ball nicht, jedoch zog er an Leipzigs Andre Silve und griff so aktiv ins Spiel ein.

Der Einstieg in die persönlichen Strafen dann nach knapp einer halben Stunde, als Bayerns Musiala die Sense auspackte und Leipzigs zweite Angriffswelle über Simakan per taktisches Foulspiel unterband. Das ist ein taktisches Foul zur Vereitelung eines aussichtsreichen Angriffs und damit eine klare Gelbe Karte. Nicht die offensichtlichste gelbe Karte, aber ein sicherer Einstieg in solch einer Partie.

Es zeigte sich immer wieder, dass die Bayern früh pressten und so sehr viele Bälle erobern konnten. So auch in Minute 37. Serge Gnabry erhält auf seiner starken linken Seite den Ball und spielt vom Strafraumeck eine herausragend Flanke auf den zweiten Pfosten. Der steht Eric Maxim Choupo-Moting komplett frei und musste den Ball nur noch über die Linie drücken.

Ähnlich wie kurz zuvor bei Musiala wurde auch ein ähnliches Vergehen von Xaver Schlager mit der zweiten gelbe Karte der Partei geahndet. Hier passt das Verhältnis sehr gut.

Aus dem Nichts erzielte RB Leipzig mit dem ersten Angriff des zweiten Durchgangs den Ausgleich. Nach Balleroberung im Zentrum landete die Kugel an der Grundlinie bei André Silva, der in Richtung zweiten Pfosten flankte. Dort warf sich Dominik Szoboszlai per Flugkopfball in die Hereingabe, erwischte die Kugel aber nicht richtig, die zu scharf nach rechts flog. Dort stand jedoch Marcel Halstenberg goldrichtig, der das Leder aus kurzer Distanz geistesgegenwärtig über die Linie drücken konnte. Nichts zu machen für Bayern-Neuzugang Yann Sommer. Doch grenzwertig war die Ballannahme, denn ein leichtes Stoßen gegen Joshua Kimmich war vorhanden. Doch ist dieses eindeutig zu wenig für ein Foulspiel, angesichts der langen Leine von Siebert und sehr großzügigen Linie. Insgesamt mutig es laufen zu lassen, aber noch in Ordnung.

Dann erneut Aufregung um Upamecanos Gelbe. Musiala setzte gut nach und eroberte im Zentrum die Kugel, was einen Angriff der Roten einleitete. Erneut sucht Gnabry in der Box Choupo-Moting, den er jedoch dieses Mal nicht fand. Der Angreifer hat gleich zwei Leipziger um sich herum und foulte schließlich André Silve. De Light ist noch mit da und somit wird keine klare Torchance, sondern nur ein aussichtsreicher Angriff unterbunden, weshalb die gelbe Karte absolut ausreichend war.

Fazit: Schiedsrichter Daniel Siebert bewertete die Schlüsselszenen der Partie in korrekter, bzw. vertretbarer Art und Weise. Den Ausgleich anzuerkennen war mutig, aber im absoluten Ermessen des Schiedsrichters, während die gelbe Karte für Upamecano aufgrund der Distanz zum Tor und der Eingriffsmöglichkeit von De Ligt einfach nur korrekt war. Kleinere Unkonzentriertheiten, wie der weggenommene Vorteil nach Foul am Leipziger Torhüter sorgten dennoch für etwas Unruhe.

Felix Stark

Felix Stark aus Ingolstadt studiert Jura. In seiner Freizeit ist er leidenschaftlicher Fußball-Schiedsrichter, gehört zum Lehrteam seiner Schiedsrichtergruppe und ist Teil des IG Schiedsrichter-Kompetenzteam, wo er die Spieltagsanalyse der 2. und 3. Liga übernimmt.

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