Ich erklär’s mal | Wie behandelt man einen Schiedsrichter? – Ein Kommentar

Ich erklär’s mal | Wie behandelt man einen Schiedsrichter? – Ein Kommentar

10. September 2018 3 Von Reiner Kuhn

Die amerikanische Tennisspielerin Serena Williams ist mit dem Schiedsrichter Carlos Ramos ziemlich wüst umgegangen. Im Finale des großen Turniers von New York beschimpfte sie ihn. Sie warf ihm vor, ein Dieb zu sein, weil er ihr einen Punkt abgezogen hatte. Sie behauptete sogar, dass Ramos sie nur deshalb so schlecht behandle, weil er ein Feind der Frauen sei. Dabei hat Williams einfach nur schlecht Tennis gespielt und deshalb verdient verloren gegen die Japanerin Naomi Osaka. Im Tennis geht man normalerweise besonders höflich miteinander um. Das Wort „Dieb“ gilt da schon als schwere Beleidigung.

Jan Löhmannsröben war nach der Drittligapartie beim FSV Zwickau sauer, sauer auf Schiedsrichter Markus Wollenweber. nachdem der Unparteiische in der Nachspielzeit des Spiels einen fragwürdigen Elfmeter pfiff (unsere Analyse). Die Folgen sind bekannt, der FSV holte einen Punkt. Im Anschluss echauffierte sich der Lauterer in Richtung des Schiedsrichter, „er solle lieber mal Kreisliga pfeifen“ und „Cornflakes zählen gehen“.

Ein Schiedsrichter soll dafür sorgen, dass es auf dem Spielfeld fair zugeht. Seine Entscheidungen werden aber nicht immer akzeptiert.

Es kommt sehr oft vor, dass Sportlerinnen und Sportler einen Schiedsrichter beschimpfen. Aber das ist im Sport nicht erlaubt. Die Regeln des Sports schützen Schiedsrichter, denn sie müssen oft schwierige Entscheidungen in kürzester Zeit treffen und dürfen sich dabei von niemanden beeinflussen lassen.

Es gibt sogar Sportarten, bei denen die Spieler den Schiedsrichter sogar nicht einmal ansprechen dürfen – im Rugby zum Beispiel. Nur der Kapitän darf das tun. Es passiert immer wieder, dass ein Schiedsrichter zum Sündenbock gemacht wird – zu demjenigen, der angeblich an allen schuld hat. Aber meistens sind die Spielerinnen und Spieler schon selber schuld, wenn sie verlieren. Es wäre schön, wenn sie den Schiedsrichter respektieren würden, denn er hat eine schwierige Aufgabe.

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