Schiedsrichter im Mittelpunkt: Auswertung strittiger Szenen

Schiedsrichter im Mittelpunkt: Auswertung strittiger Szenen

22. August 2017 0 Von Reiner Kuhn

Stefan Prager

Auch der bislang vermeintlich stärkste Regionalliga-Kontrahent VfB Auerbach hat Energie Cottbus keine erste Delle zufügen können. Bei der klaren Sache waren für Cottbus aller guten Dinge vier.

In der 28. Minute drang der Kasache Andrej Starchev in den Strafraum der Vogtländer ein und fällt im Zweikampf mit Marcin Sieber auf einmal auf den Boden. Schiedsrichter Stefan Prager (Gera) entschied auf Elfmeter, als Startsev im Laufduell mit Sieber zu Fall kam (im Video ab 0:10).  Lag er da richtig?

Aus seiner Position scheint er einen minimalen Kontakt am linken Bein wahrgenommen zu haben, dann wäre der Pfiff eine harte aber wohl vertretbare Entscheidung, da bei Tempo der geringste Kontakt ausreichen kann, um einen Spieler zu Fall bringen. In der Zeitlupe sieht man aber sehr schön, dass er mit den Beinen und Armen wegbleibt um einen Kontakt zu verhindern. Dafür darf es keinen Elfmeter geben. Es lag kein Kontakt vor.  Hier hätte es die gelbe Karte wegen „Schwalbe“ geben und einen indirekten Freistoß müssen. Eine Fehlentscheidung des Schiedsrichters! Die Gelbe Karte für Marcel Schlosser wegen Meckerns ist richtig. Auch wenn der Schiedsrichter eine aus seiner Sicht falsche Entscheidung getroffen hat, hat er nicht zu reklamieren. Sobald der Schiedsrichter eine Entscheidung getroffen hat, empfindet er diese auch als korrekt. Daher ist jedes Meckern zwecklos.

Auerbach eine halbe Stunde in Unterzahl

Auerbachs Aufholjagd wurde endgültig zur Herkulesaufgabe, als Schlosser erneut Gelb wegen eines Foulspiels an Startsev sah (61.). Der bereits verwarnte VfB-Kapitän grätschte von schräg hinten gegen den Gegner und versuchte den Ball zu spielen, traf er aber nicht (im Video ab 1:30). Somit ist Gelb/Rot die richtige Entscheidung des Schiedsrichters!

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