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Quelle Foto: Instagram Account Ronny Zimmermann

Bier und Lachs-/ Kaviar-Schnittchen – Ein Kommentar

Wer kennt sie nicht, die allzu tollen Fotos vom DFB und den Verbänden, wo sich die Funktionäre mit Fotos positiv in Szene setzen. Ein Kommentar:

Jede Gelegenheit für ein positives Fotos wird genutzt. Fällt mir ein „Danke Schiri“ spontan ein. Da wird geredet, geredet und nochmal geredet und vermutlich gegessen. Bier und Lachs-/ Kaviar-Schnittchen?! Auf wessen Kosten? Ausser, vermutlich wir sind satt nach dem Essen kommt recht wenig als Ergebnis rüber. Warme Worte, wie man so schön sagt, dass ist leider alles was rüber kommt. Das ist der Eindruck, den man durchaus gewinnen könnte.

Man muss den Eindruck gewinnen, dass tätliche Angriffe auf Amateur-Schiedsrichter, die jede Woche auf dem Gebiet des DFB bzw. in den Verbänden geschehen, keinen da oben so richtig juckt oder interessiert. Die IG Schiedsrichter berichtet in jeder Woche von neuen Vorfällen auf den Amateur-Fussball-Plätzen. Das Jahr des Schiedsrichters vom DFB und den Verbänden mit Respekt und Wertschätzung für die Schiedsrichter kam an der Basis bei den Amateuren gar nicht an. 

Was ankommt sind immer neue tätliche Übergriffe auf Amateur-Schiedsrichter.

Nach dem jüngsten Vorfall in der Türkei, wo der Fifa-Schiedsrichter Hali Umut Meler brutal geschlagen und getreten wurde, interessiert auf der DFB bzw. Verbandsebene offenbar niemand. Kein Statement bekannt. Ein Bernd Neuendorf hat sich beim Fussballverband Mittelrhein mit grossen Ankündigungen zum Thema Gewalt auf den Sportplätzen aus dem Staub gemacht, um als neuer DFB-Präsident nun zu schweigen. Tolle Taktik. Aber leider unheimlich enttäuschend. Etwa nach den riesen warmen Worten beim Abgang vom Fussballverband Mittelrhein den Schutz der Amateur-Schiedsrichter als neuer DFB-Präsident vergessen?

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FIFA-Präsident Gianni Infantino hat den gewaltsamen Angriff auf Schiedsrichter Halil Umut Meler beim Erstliga-Spiel zwischen Ankaragücü und Rizespor verurteilt. „Im Fußball ist absolut kein Platz für Gewalt, weder auf noch neben dem Spielfeld. Die Ereignisse nach dem Spiel der türkischen Süper Lig zwischen MKE Ankaragücü und Çaykur Rizespor sind völlig inakzeptabel und haben in unserem Sport und in unserer Gesellschaft keinen Platz“, schrieb Infantino auf Instagram.
„Ohne Spieloffizielle gibt es keinen Fußball. Schiedsrichter, Spieler, Fans und Mitarbeiter müssen sicher sein, um Freude am Spiel zu haben, und ich fordere die zuständigen Behörden auf, dafür zu sorgen, dass dies auf allen Ebenen strikt umgesetzt und respektiert wird“, so Infantino weiter.

Der frühere Weltklasse-Referee Pierluigi Collina hat die Gewalt-Attacke auf den türkischen Referee Halil Umut Meler scharf kritisiert und vor den Folgen des tätlichen Angriffs gewarnt.

Auch der ehemalige Fifa-Schiedsrichter Urs Meier aus der Schweiz tritt für die Amateur-Schiedsrichter ein. Im Fan-Talk bei Sport1 (ab 2:04 Stunden) findet Urs klare Worte.

„Das sind genau diese Szenen, die wir natürlich leider oft auch haben in den unteren Ligen, die aber dann nicht so natürlich so im Schaufenster stehen wie jetzt“. >>>Emotional so bewegt blieb Urs Meier sogar die Stimme weg<<<. 

„Nein tätsächlich…..Weil das ein Thema ist, was mich wirklich beschäftigt. weil ich bin auch in Deutschland bin ich bei einer IG Schiedsrichter dabei, wo es vor allem auch gegen Gewalt geht in den unteren Ligen. Wo eben der Schutz oft nicht da ist. Wo wir Strafmasse haben in Deutschland, die wirklich spotten dem Vergehen, wo Schiedsrichter attackiert werden und die Spieler dann zu drei, vier, fünf Monaten nur bestraft werden. Zum Teil können sie die Landesverbände wechseln und da weiter spielen ohne das sie eine Strafe absitzen müssen. Also, da muss in Deutschland, muss da tätlich muss da über die Füsse gegangen werden. Jeder der  einigermassen Sport und Fussball liebt, muss eines wissen, so geht es nicht!“ 

Bernd Neuendorf als Präsident beim DFB, Ronny Zimmermann als Vizepräsident beim DFB, zuständig für die Amateure, was gedenkt Ihr mit den Verbandspräsidenten der 21 Verbände im DFB statt warmer Worte konkret zum Schutz der Amateur-Schiedsrichter zu unternehmen? Kommt die DFB Strafordnung einheitlich für Amateure? Oder wird in den 21 Verbänden des DFB weiter förderalistisch mit unterschiedlichen Rechts-/ und Verfahrensordnungen agiert?

Kommentar von Dieter Albrecht aus Stade:

„Es ist absolut positiv, dass sich der FIFA-Schiedsrichterchef Pierluigi Collina zu der schlimmen Tat gegen Halil Umut Meler geäußert und eine allgemein düstere Prognose gezeichnet hat. Ich habe mich bereits mit mehreren Kommentaren an anderer Stelle zu Wort gemeldet. Die Gewalt nimmt in immer größerem Ausmaß zu. Das kann und darf – wie bisher viel zu oft geschehen – nicht verherrlicht werden.


Die sportlichen Instanzen und auch die Politik sind in der Pflicht, sich mit ganzer Kraft zur Wehr zu setzen. Mit drastischen Strafen muss den Tätern weltweit Einhalt geboten werden. FIFA-Präsident Gianni Infantino hat seine Meinung unmissverständlich zum Ausdruck gebracht. Der Deutsche Fußball Bund sollte sich mit einer deutlichen Stellungnahme anschließen!“

Die IG Schiedsrichter hat aktuell diesen Brandbrief veröffentlicht:

Quelle-Titelfoto: Instagram Ronny Zimmermann.

Anton Dinslaken

Dipl. Kaufmann Anton Dinslaken ist neben seiner ehrenamtlichen Tätigkeit als Schiedsrichter zudem Mitglied im Bundesverband der Fachjournalisten e.V. (Bdfj).

Dieser Beitrag hat 5 Kommentare

  1. Lothar

    Inhaltlich korrekt, grammatikalisch grausam geschrieben. Als Mitglied im Bundesverband der Fachjournalisten sollte es doch möglich sein, grammatikalisch korrekt zu schreiben. „Fällt mir ein „Danke Schiri“ spontan ein“ ist nicht mal ein deutscher Satz.

    1. Anton Dinslaken

      Findet man am Inhalt nichts, muss halt die Rechtschreibung her halten. Damit kann ich leben.

  2. Lothar

    Ich hab doch geschrieben „Inhaltlich korrekt“ nur von jemandem der sich rühmt in einem Journalistenverband zu sein und angibt Diplom Kaufmann zu sein, kann doch bei einem öffentlichen Artikel erwartet werden, dass er grammatikalisch korrekte Sätze verwendet und keine Umgangssprache benutzt.

    1. Anton Dinslaken

      Immerhin hat es zum abgeschlossenen Jura Grundstudium, zum Abschluss des Studiums, zum Leiter Finanzen / Rechnungswesen / EDV und letztlich zur Schiedsrichter Prüfung (im Jahre 1976) gereicht. Letztere war aber im Vergleich zum Rest ein Klacks. Allzeit ein Gut Pfiff!

  3. Lothar

    Und wenn du 1000 Studiengänge abgeschlossen hast, der Text ist grammatikalisch eine Katastrophe und so hättest du sicher keinen Studienabschluss bekommen.

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