Das passt nicht zusammen

Das passt nicht zusammen

16. Januar 2022 0 Von Reiner Kuhn

Als Schiedsrichter gibt es eine Menge Dinge, auf die man besonders achten muss. Besonders wichtig, eine einheitliche Regelauslegung.

Von: Thorsten Kinhöfer; aus der Printausgabe der BamS

Gestern in Wolfsburg war das nicht der Fall: In der 39. Minute ging Herthas Torunarigha im eigenen Strafraum in den Zweikampf mit Steffen. Der Wolfsburger stürzte. Elfmeter?
Eher ja, finde ich. Torunarigha spielte nicht den Ball, es kam zu einem eindeutigen Kontakt. Schiedsrichter Hartmann ließ weiterlaufen, und das ist auch okay, weil der Kontakt für ihn nicht für einen Strafstoß ausreichend war.

Dadurch allerdings hat er die Messlatte für Foulspiele sehr hoch gelegt.

Vorher hatte Schiedsrichter Robert Hartmann ein leichtes Schieben von Ekkelenkamp gegen Roussillon abgepfiffen.

Das Problem: In der 43. Minute traf Herthas Stark per Kopf zum vermeintlichen 1:0. Es gab aber vorher ein Duell zwischen Ekkelenkamp und Roussillon. Dabei schob Ekkelenkamp ganz leicht, was Hartmann als Foulspiel ahndete und pfiff, bevor Starks Kopfball im Tor war.
Hier fehlt eine einheitliche Regelauslegung! Wenn ich so großzügig beim Zweikampf Torunarigha/Steffen war, kann ich nicht wenige Minuten später auf der anderen Seite ein harmloses Schieben ahnden.

Der Video-Assistent konnte hier allerdings nicht eingreifen, weil durch den Pfiff von Hartmann das spiel vor der Torerzielung unterbrochen wurde.

Lewandowskis Rekordtreffer – Hartmann verliert die Linie


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