You are currently viewing WDFV – Gewaltvorfall melden – STRAFANZEIGE STELLEN

WDFV – Gewaltvorfall melden – STRAFANZEIGE STELLEN

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

neben der Eintragung im Spielbericht mit dem Kreuzchen „Gewalt“ sollte ein Vorfall, insbesondere ein tätlicher Angriff auf einen Schiedsrichter auch unbedingt beim WDFV gemeldet werden. Meldung aufrufbar auf der Hompage des WDFV: https://wdfv.de/  Sie erreichen die Anlaufstelle des WDFV auch per E-Mail unter: anlaufstelle@wdfv.de 

Wie das in den anderen Verbänden des DFB läuft, weiss ich nicht. Nehme als Muster hier den WDFV. KOMMENTIERT gerne wie es bei Euch im Verband läuft.

Vor einigen Monaten haben wir uns bei der IG auch die Mühe gemacht die Eintragung im Spielbericht zu erläutern. Sprich für das Kreuzchen „Gewalt!“ Extra eine Anleitung zur Bearbeitung des DFBnet Spielberichtes für die Schiedsrichter erstellt !!!

Hier nachlesen:

Ein tätlicher Angriff auf einen Schiedsrichter muss auch, ich bitte inständig darum, vom Schiedsrichter bei der Polizei zur Strafanzeige gebracht werden. Nur bei einer Strafanzeige durch den Geschädigten kann die Polizei ermitteln. Im bekannten Fall des KLA Spieles Scherpenseel – Hilfarth wurde keine Strafanzeige gestellt. Obwohl der mutmassliche Täter (Schiedsrichterschläger) später ermittelt werden konnte, waren der Polizei, Kripo Heinsberg die Hände gebunden.  SO KANN UND DARF DAS DOCH NICHT LAUFEN! Mangels Straf Anzeige bleibt der mutmassliche Täter straffrei!

Ohne Strafanzeige keine Bestrafung etwaiger Täter. Kleiner Exkurs ins Strafrecht:

§ 223
Körperverletzung
(1) Wer eine andere Person körperlich mißhandelt oder an der Gesundheit schädigt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
(2) Der Versuch ist strafbar.

https://dejure.org/gesetze/StGB/223.html

Sehe durchaus einen bedeutenden Unterschied zwischen dem Strafrecht und dem Sportrecht. Gilt das Strafrecht bundeseinheitlich, gibt es in den Verbänden keine Einheitlichkeit. Sehe im Strafmass im Sportrecht auch keine Abschreckung.
 
Die Häufigkeit, wo und wie die Gewaltvorgänge gegen Schiedsrichter in der jüngsten Vergangenheit vorkommen, macht meiner Meinung nach nicht nur langsam, sondern sofort, ein aktives Handeln der Funktionäre erforderlich.
 
Ausser restriktives Erhöhen der Strafmasse im Sportrecht fällt kein Patentrezept gegen die Täter ein. Das Gro der Beteiligten verhält sich ja auch vernünftig. Was würde es stören, wenn Einzeltäter durch ein höheres Strafmass von den Sportplätzen abgeräumt werden. Und ein hohes Strafmass wird abschrecken!
 
Entweder duldet man die Untätigkeit, die Schiedsrichter bleiben weiter Freiwild, oder es werden Aktionen gestartet um gezielt auf die Situation aufmerksam zu machen. Eine Situation, welche eigentlich dem Allerletzten mittlerweile bekannt sein dürfte.
 

Wir müssen als Schiedsrichter jetzt endlich solidarisch RESTRIKTIVE STRAFEN gegen die Täter einfordern! 

Das wird nur klappen, wenn wir gemeinsam Stärke zeigen und nicht weiter weg schauen. Von wegen, mir ist das noch nie passiert. Aber es passiert den Kollegen. Jede Woche Berichte zu Tätlichkeiten gegen Schiedsrichter Kollegen.

GEWALT GEGEN SCHIEDSRICHTER – DAS MUSS SOFORT AUFHÖREN ! RESTRIKTIVE STRAFEN SOFORT! 

Ich verspüre langsam die Lust wieder zu streiken! Vor einem Streik der Amateur Schiedsrichter hatten alle Angst!

Hier weiter lesen:

Anton Dinslaken

Dipl. Kaufmann Anton Dinslaken ist neben seiner ehrenamtlichen Tätigkeit als Schiedsrichter zudem Mitglied im Bundesverband der Fachjournalisten e.V. (Bdfj).

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.