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500 wollen Spesenerhöhung

Das Ergebnis der Adhoc-Umfrage der IG Schiedsrichter war ein voller Erfolg. Demnach sollen Amateur-Schiedsrichter besser bezahlt werden. Das Fazit:  

Sollen Amateurschiedsrichter besser bezahlt werden?

 

IG Schiedrichter – Sollen Amateurschiedsrichter besser bezahlt werden?

Die Umfrage war sowas von eindeutig – per 23.06.2022, 5:30 Uhr = 522 JA, 12 Nein und 2 Einhaltungen.

Bei aktuell = 539 Teilnehmern.

Als Referenz für die 19.00 Euro haben wir die Kostenpauschale für Spiele aus Kreisebene des Fussballkreises Aachen genommen. [Kostenpauschale für Spiele auf-Kreisebene].

Es wurden 20 km x 2 = 40 km x 0,30 Cent = 12,00 Euro Fahrtgeld plus 19.00 Euro pro Spiel beim FVM = Summe 31.00 Euro gerechnet. (Alter aktuell gültiger Spesensatz beim FVM). Bei Euch im Kreis oder Landesverband wird es andere Aufwandsentschädigungen für die Kreisliga geben.

Gebt doch mal in die Kommentare rein, wie es bei Euch im Kreis aussieht. (Bitte Landesverband, Kreis und Spesen Betrag).

Die Erhöhung auf 40,00 Euro beruht auf 3 Jahren unveränderter Aufwandsentschädigung. Es wäre also eine Netto-Erhöhung von 9,00 Euro. Sprich 3,00 Euro pro Jahr, das ist ganz bestimmt nicht unverschämt.

Die Pauschale von 40 Euro ermöglicht eine flexiblere Ansetzung der Schiedsrichter. Bis zu 20 km, denn jedes Spiel ist im Aufwand für den Schiedsrichter gleich.

Würde man ohne Pauschale erhöhen, wäre eine Erhöhung auf 28 Euro pro Spiel angemessen. (Drei Jahre á 3 Euro). Es entfällt dann aber die Flexibilität und Qualität bei den Ansetzungen der Schiedsrichter. Und es werden auch unterschiedliche Vereine bei den Spielen durch die Ansetzer bedient.

Was übrig bleibt ist die neue steuerliche Regelung, dass ab km 21 jetzt 0,35 Cent steuerlich abgezogen werden kann. Was das Mindeste bei den Spritpreisen ist.

Die Obleute sollten sich einfach mal Gedanken machen. Kein Amateur-Schiedsrichter wird reich beim pfeifen.

Nun wird man seitens der Verbände vermutlich behaupten, die Umfrage der IG Schiedsrichter wäre nicht repräsentativ. So wie man zum Amateur-Schiedsrichter Streik zum 15.05.2022 behauptet hat, die IG Schiedsrichter vertritt nicht die Schiedsrichter. Das stimmt allerdings, es gibt aber auch auch keine Interessenvertretung für ehrenamlich pfeifende Fußball-Schiedsrichter. Wir vertreten die Schiedsrichter nicht – sind ja keine Gewerkschaft. Leider, müssen wir zugeben.

Schickt das Ergebnis an Eure Obleute – stellt Forderungen zu den Aufwandsentschädigungen! Traut Euch! 

Die Schiedsrichter können nicht für den dramatischen Schiedsrichterschwund verantwortlich gemacht werden. Für die Rahmenbedingungen die Schiedsrichtertätigkeit wieder schmackhaft zu machen, sind dann schon die gewählten Vertreter verantwortlich. Und wenn man halt nur ihre Mindestanzahl an Spielen pfeifen bis die Forderungen erfüllt sind, ist das eben so.

Steuerfrei 21 Spiele nach Erhöhung – Lesen Sie weiter

Es stehen die Erfüllung so vieler Versprechen aus, die Forderung auf eine höhere Aufwandsentschädigung macht den Kohl auch nicht fett. Zur Not halt zur neuen Saison 2022/2023 mal pausieren, auf Mindestpflichtspiele reduzieren, bis die Forderungen erfüllt sind. Eines ist doch mal ganz klar,

Die Verbände brauchen uns, die ehrenamtlichen Amateur-Schiedsrichter. Das ist ganz sicher!

Wir Schiedsrichter üben das Ehrenamt freiwillig aus. Und da lassen wir uns auch nicht, von wem auch immer, oktruieren und entscheiden selbst ob und wann und was wir pfeifen. Wir haben schließlich keinen Arbeitsvertrag und sind keine Arbeitnehmer. Wären wir Arbeitnehmer, ja wir wären in einer Gewerkschaft und gewiss schon lange im Streik.

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Man sollte sich auch mal die Ausarbeitung der IG Schiedsrichter zum Thema Änderungen der Rechts-/ und Verfahrensordnungen zum Schutz der Schiedsrichter, sowie die Vorschläge für Reformen im Schiedsrichterwesen anschauen. Wieder nicht repräsentativ und bestimmt nicht vollständig, aber schon mit Herzblut und Fleiss über die IG Schiedsrichter ausgearbeitet.

Nur noch 44.821 Schiedsrichter, Stand 2021, beim DFB. Von vormals 75.000 Schiedsrichtern. Wird man oben denn mal wach? Die IG Schiedsrichter ist nicht für den Rückgang der Schiedsrichterzahlen beim DFB  verantwortlich. wir weisen nur darauf hin.

Möglicherweise liegt die IG Schiedsrichter mit dem Forderungskatalog auch richtig?!

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Wir haben das Gefühl steter Tropfen höhlt den Stein und werden mit der Kritik bzw. den „konstruktiven Vorschlägen“ nicht aufhören zu berichten und zu fordern, bis der DFB bzw. die Verbände reagieren, und die Saison 2022/2023 ist noch lang und hat noch gar nicht begonnen. Der Forderungskatalog der IG Schiedsrichter  mag nicht alles beinhalten, aber für Reformen im Schiedsrichterwesen schon mal ganz bestimmt ein Anfang.

Es ist einfach skandalös das bei den Verbandstagen, vom FVM haben wir schon berichtet, sowie in einem Kommentar zum Artikel schon zu Bayern gelesen, dass dort keine Anträge zum Schutz der Schiedsrichter von den Vereinen, vom Präsidium oder jeweiligen Verbandsschiedsrichter-Ausschüssen, etc. eingebracht wurden, trotz Versprechungen von Walter Moritz.

Erinnert ihr euch?

Diese Ergebnisse werden beim anstehenden Verbandstag eine Rolle spielen“

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Was denkt man sich eigentlich über die Amateur-Schiedsrichter da oben? Was sind wir denen wert?

Immer funktionieren, schön den Mund halten und alles fressen? Alle DFB-Regelheft Regeln in Sekunden fehlerfrei abrufen, Fifa Qualität halt, die Aufwendungsentschädigungen lachhaft, (nicht Fifa Qualität) bei den Sportgerichten noch Vorwürfe hören, auf dem Platz ständig angemeckert, geschweige denn beleidigt und bedroht, ständig von Obleuten Hinweise auf Sanktionen (bei Freiwilligkeit im Ehrenamt Schiedsrichter), und Freiwild auf dem Sportplatz für alle. Von Tätlichkeiten gegen Schiedsrichter haben wir nun hinreichend genug berichtet. Und es hört nicht auf.

Ist es nicht so?

Die Redakteure der IG Schiedsrichter sind durch das Presserecht im Art. 5 Grundgesetz geschützt. Schreibt uns was Euch nicht passt, wir sichern Vertraulichkeit zu. Und wir werden weiter berichten. So lange bis Gehör gefunden wurde. Das Hobby-Schiedsrichter liegt uns am Herzen – wir lieben Schiedsrichter! – und wir werden einfach nicht aufgeben den Tropfen auf den Stein fliessen zu lassen.

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Anton Dinslaken

Anton Dinslaken ist neben seiner ehrenamtlichen Tätigkeit als Schiedsrichter zudem Mitglied im Bundesverband der Fachjournalisten e.V. (Bdfj).

Dieser Beitrag hat 15 Kommentare

  1. SL

    In Baden-Württemberg (WFV, SBFV, BFV) gibt es in der Kreisliga aktuell 33 Euro (bis 2019 waren es 25 Euro) plus 30 Cent pro Kilometer. Vor allem bei den Spritpreisen machen sich viele Kameraden Gedanken. Hatte selbst letztens für ein Kreisliga B-Spiel für das ich 140 km abrechnen musste.

  2. Fabian Konrad

    Hamburg, Kreisliga ca 20€ (inkl 6,50€ Fahrgeld!) bei teilweise bis zu 15-20km Fahrtweg und einem
    Aufwand pro Spiel von ca 6 Stunden

    1. Ferdinand Stern

      Zu der ganzen Diskussion zwei Beispiele aus Bayern für einen Verein mit ca. 30 Mannschaften im Spielbetrieb:

      Kreisliga Männer:
      Spesensatz: 30€
      Fahrtkosten: Max. 100km x 0,30€
      Der SR kommt maximal eine halbe Stunde vor Spielbeginn.

      Frauen Bayernliga::
      Spesensatz: 35€
      Assistenten: 18€ x 2
      Fahrtkosten: ohne Begrenzung
      Assistenten: jeweils Max. 40km
      Kosten pro Spiel zwischen 130 und 150€
      Dazu kommen noch Pausengetränke usw.

      Dazu kommt eine weitere Herrenmannschaft und zwei weitere Frauenmannschaften sowie 25 Juniorinnen- und Juniorenmannschaften.

      Gesamte SR-Kosten pro Saison ca. 8000 – 9000€

      Dazu kommen die Ausstattungskosten für ca. 20 Vereins-SR. Außerdem ist jeder SR beitragsfrei!

      Alle diese Kosten für ein Hobby, das eigentlich ehrenamtlich sein sollte. Um Spiele zu pfeifen deren Trainer und Spieler/Spielerinnen ehrenamtlich tätig sind bzw. keinen Cent bekommen; im Gegenteil jede/jeder bezahlt seinen Beitrag.

      Natürlich ist mir bekannt, dass vor allem im Herrenbereich auch Trainer und Spieler Aufwandsentschädigungen bekommen. Doch das wäre ein anderes Thema das diesen Rahmen sprengen würde.

      Fazit: Es wird im Artikel und den Kommentaren immer von Stundensätzen gesprochen. Lt. SR-Ordnung handelt es sich um Aufwandsentschädigungen, das heißt Begleichung von Aufwendungen die in Zusammenhang mit diesem Hobby entstehen. Es ist nirgends die die Rede von einer Bezahlung für die Tätigkeit!

      Die Kosten sind somit nicht unerheblich. Eine weitere Erhöhung der SR-Aufwandsentschädigungen ist aus meiner Sicht nicht erforderlich!!!

      1. Rolf Scheib

        Ja gut, wenn man dann vielleicht noch weniger Schiris haben möchte kann man das so sehen. Vielleicht geht es weniger um die Spesensätze, sondern im Moment vor allem um die Fahrtkosten. Da ist mit 0,30 Cent kein Blumentopf mehr zu gewinnen. Ich weiß, dass das steuerlich ein Problem darstellt die km Pauschale zu erhöhen, dann muss man eben eine, ich nenne es einfach mal eine „Inflationsausgleichspauschale“ ( nur ein Beispiel ) einführen. Da sollten einige schlaue Köpfe mal etwas adäquates entwickeln. Sicher spielt das Geld bei vielen keine große Rolle, aber irgendwo hat auch alles seine Grenzen und deshalb halte ich eine Pauschalerhöhung auch aus steuertechnischer Sicht für machbar und erforderlich.

        1. Anton Dinslaken

          Danke für den Kommentar.
          An den steuerlichen Pauschalen für km kann niemand was ändern. Das müssen wir leider hin nehmen. Aber bei der reinen Aufwandsentschädigung darf ruhig was passieren. Ja, viele gehen nicht für das Geld, das stimmt. Aber wenn man einen Anzeiz für neue Schiedsrichter geben möchte, dann sollte da was passieren.

      2. Anton Dinslaken

        Danke für den Kommentar.
        Von Bezahlung oder Std. Lohn wurde in einigen Kommentaren gesprochen. Klar ist eine Aufwendungsentschädigung ist keine Bezahlung im klassischen Sinne, noch ein Std. Lohn. Amateur Schiedsrichter zählen auch nicht zu der Nicht Selbstständigen Arbeit. Die Entschädigungen gehören zu den Sonstigen Einkünften.

        Mit Blick auf die Gewinnung neuer Schiedsrichter sollten Anzeize, auch finanzielle, natürlich im Rahmen, her. Der Schiedsrichterschwund ist dramatisch. Das alte System funktioniert also bewiesener Massen nicht mehr.

  3. Mirko Pabst

    TFV KfA Thüringen 25 Euro plus 0,30 Euro Km pauschale

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